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Diagnose Borderline

Diagnose Borderline

Information für Betroffene und ihr Umfeld zur

Erkrankung Borderline

Dieses Material zur Erkrankung Borderline

vermittelt

Informationen

Möglichkeiten zut Selbsthilfe

Ziel:

Experte im Umgang mit der eigenen

Problematik werden!

Erkennen und Erweitern des eigenen

Handlungsspielraums

Krisen aktiv bewältigen lernen

Vorwort

Wenn wir uns vorstellen, dass Gefühle Pferde

sind, dann sitzen „normale" Menschen auf einem

alten Ackergaul. Menschen mit einer BPS

(Borderline Persönlichkeitsstörung) hingegen

sitzen auf einen Araber Hengst. Er geht leicht

durch, hat ein starkes Temparament und ist nur

schwer wieder zu bändigen. Daher müssen

„Bordis" einfach besser reiten können.

(Quelle: Borderline Das Selbsthilfebuch Andreas Knuf / Christiane Tilly)

Was ist eigentlich „Borderline" ?

Diese Frage lässt sich nicht in zwei Sätzen beantworten und selbst mit

deutlich mehr Worten ist das recht schwierig. Viel von dem, was Borderline-

Betroffene erleben, lässt sich kaum beschreiben. Zwar gibt es Symptome,

wie beispielsweise Selbstverletzungen, die für die Umgebung sichtbar sind

und einen Hinweis auf Borderline geben können. Es wäre jedoch falsch,

Borderline immer mit selbstverletzendem Verhalten gleichzusetzen. Hinter

dem sichtbaren Verhaltensweisen findet sich bei vielen Betroffenen

Menschen ein „Gefühl absoluter Einsamkeit" oder einer „Angst vor allem".

Wir versuchen hier, sowohl die sichtbaren und gut beschreibbaren

Verhaltensweisen darzustellen als auch die Gefühle dahinter, die sich so

schwer fassen lassen und für die Aussenstehende schwer nachvollziehbar

sind.

Borderline lässt sich auch deshalb so schwer beschreiben, weil der

Ausdruck selbst auf den ersten Blick wenig zum Verständnis beiträgt. Seit

den dreißiger Jahren des letzten Jahrhundert wurde der Begriff Borderline

(=Grenzlinie) für einpsychisches Erleben benutzt, das Psychiater und

Psychologen nicht einordnen konnten. Einige der Erlebnisweisen ähneln

psychischen Schwierigkeiten, die als Neurosen bezeichnet werden, andere

erinnern an das Erleben in einer Psychose. Da sich die Betroffenen diesen

beiden Patientengruppen nicht eindeutig zuordnen ließen, wurde der Begriff

„Borderline" geprägt. Er sollte beschreiben, dass die psychischen

Schwierigkeiten der Betroffenen auf der Grenze zwischen Neurosen und

Psychosen einzuordnen sind.

Mittlerweile meint Borderline eine ganz eigenständige psychische

Erkrankung, bei der es zu sehr verschiedenen Symptomen kommen kann.

Der Begriff hat also seine ursprüngliche Bedeutung verloren, greift aber von

der Wortbedeutung her ein für die Betroffenen ganz typisches Thema auf:

das Leben auf der Grenze. Die Betroffenen erleben sich häufig als

Grenzgänger – zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt,

zwischen gesund und krank, zwischen Nähe und Distanz zu anderen

Menschen und immer wieder auch zwischen Leben und Tod.

Grenzen nicht setzten zu können und die Schwierigkeit, die eigenen

Grenzen wahrzunehmen und sie zu akzeptieren, sind ebenfalls ganz

typische Borderline-Probleme. Viele Menschen mit Borderline sind

„grenzverletzt", weil ihre Grenzen von anderen missachtet wurden. Der

Begriff spiegelt also durchaus Erfahrungen und Erlebnisse von Betroffenen

wider und ist dadurch Heute in einem anderen Sinne als bei der Entstehung

des Ausdrucks zutreffend. Viele Fachleute verwenden statt der Diagnose

„Borderline" heute den Begriff „Emotional instabile Persönlichkeitsstörung",

der jedoch von vielen Betroffenen als unzutreffende Beschreibung der

eigenen Problematik empfunden wird.

Wir haben Betroffene gefragt, wie sie Borderline in einem Satz beschrieben

würden. Dass es doch Worte für die vermeintliche Unerklärbarkeit von

Borderline gibt, wird an den Beschreibungen deutlich. Nimmt man alle diese

Blitzlichter zusammen, bekommt man einen guten Eindruck von den vielen

Facetten, die die Borderline-Erkrankung beinhaltet:

Borderline……

…ist den ganzen Farbkasten des Lebens in seiner Intensität gleichzeitig zu

leben – von Tiefschwarz bis Grellpink -, Lieben und Leiden in einem

Augenblick, ohne dass auch nur eine kleine Nuance des „kreativen Chaos"

verloren geht;

…bedeutet für mich, dass ich mich nie auf mich verlassen kann;

…bedeutet, dass ich die, die ich liebe, verletzen muss;

…bedeutet für mich, hinter die Kulissen zu blicken, auch wenn ich gar nicht

will;

…ist wie Leben ohne feste Wurzeln;

…bedeutet, ein Kind im Körper eines Erwachsenen zu sein, das verzweifelt

nach seiner Mutter sucht;

…ist wie eine Reise in einem rasenden Zug, dessen Notbremse defekt ist;

…bedeutet, kilometerweit zu wandern und trotzdem immer am selben

Abgrund anzukommen;

…bedeutet für mich ein irrsinniges Gefühlschaos zwischen Liebe und Hass,

Idealisierung und Abwertung, in einer schwarz-weißen Welt ohne Grenzen

zu leben.

Zum Verständnis von Borderline können uns jene Kriterien helfen, anhand derer

Fachleute eine Borderline-Erkrankung diagnostizieren. Gängig sind heute die

Kriterien, die von der amerikanischen Psychiatervereinigung aufgestellt wurden

und die im so genannten Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer

Störungen (abgekürzt: DSM) beschrieben werden. Insgesamt fünf der neun dort

aufgeführten Kriterien müssen vorhanden sein, um die Diagnose Borderline-

Störung stellen zu dürfen. Es kann also sein, dass zwei Betroffene nur ein

einziges dieser Kriterien gemeinsam haben und trotzdem dieselbe Diagnose

erhalten. Dies zeigt, wie individuell verschieden Borderline sein kann. Fast alle

Verhaltens- und Erlebnisweisen, die in diesen Kriterien beschrieben werden,

findet amn auch bei Menschen ohne Borderline, nur sind die da weniger stark

ausgeprägt – so gesehen sind sie ganz „normal". Daher eignen sich diese

Kriterien nicht, um sich selbst eine Diagnose zu stellen. Wer sich über seine

Diagnose unsicher ist, sollte sich mit einem Psychologen oder Psychiater

beraten, am besten mit jemandem, der ihn gut kennt und der Erfahrung mit der

Borderline-Störung hat.

Im Folgedem beschreiben wir die neun Kriterien, wie sie Fachleute heute für die

Diagnose verwenden.

Die Kriterien

Kriterium 1 :

Verzweifeltes Bemühen tatsächliches oder

vermutetes Verlassen werden zu vermeiden

Kriterium 2 :

Ein Muster instabiler, aber intensiver

zwischenmenschlicher Beziehung, das durch

einen Wechsel zwischen den Extremen der

Idealisierung und der Entwertung

gekennzeichnet ist

Kriterium 3 :

Identitätsstörung: ausgeprägte und

andauernde Instabilität des Selbstbildes oder

der Selbstwahrnehmung

Kriterium 4 :

Impulsivität in mindestens zwei potenziell

selbstschädigenden Bereichen, wie Geld

ausgeben, Sexualität, Substanzmissbrauch,

Rücksichtsloses Fahren, Fressanfälle

Kriterium 5 :

Wiederholte suizidale Handlungen,

Suizidandeutungen oder drohungen oder

Selbstverletzungsverhalten

Kriterium 6 :

Affektive Instabilität infolge einer ausgeprägten

Reaktivität der Stimmung

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Kriterium 7 :

Chronische Gefühle von Leere und Langeweile

Kriterium 8 :

Unangemessene, heftige Wut oder

Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren

Kriterium 9 :

Vorübergehende, durch Belastung paranoide

Vorstellung oder Schwere dissoziative Symptome

(quelle: Borderline Das Selbsthilfebuch Andreas Knuf/ Christiane Tilly)

Wie kann sich der Patient verhalten

um sich besser zu fühlen ?

Es wurde eine Therapieform erstellt für

Betroffene, die es ermöglicht besser mit diesem

Krankheitsbild umzugehen, und sich auch selbst

besser Kennen- und Einschätzen zu lernen. Ein

Einblick biete ich Ihnen auf den folgenden Seiten.

(Quelle Material aus dem Klinik Alltag in Bad Bramstedt)

Zum einen, lerne zu erkennen wie hoch der

Stress in Prozentzahl ausgedrückt ist. Was

wiederum heißt Achtsam mit sich zu sein, in sich

hinein hören, erkennen.

Wie kann man das Achtsam sein trainieren ?

Wie weiß ich wie hoch mein Stress ist ?

Wie kann ich diesen Stress besser kontrollieren ?

 

Wer nun noch mehr wissen möchte, der sende mir einfach die Bitte  um das Komplette PDF und die Email Adresse

 



Article ajouté le 2008-09-22 , consulté 108 fois

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